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DAHLER Invest sieht Preiswende am Berliner Zinshausmarkt

DAHLER Invest sieht Preiswende am Berliner Zinshausmarkt

Die Preise für Mehrfamilienhäuser in Berlin sind 2025 wieder gestiegen. Das geht aus einer am 7. Januar 2026 veröffentlichten Mitteilung von DAHLER Invest hervor, die auf einer Auswertung der vorläufigen Zahlen des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Berlin basiert. Demnach verzeichnete der Berliner Investitionsmarkt für Mehrfamilienhäuser sowie Wohn- und Geschäftshäuser im Jahr 2025 eine stabile Entwicklung, verbunden mit einer strukturellen Nachfrageverschiebung. Während die Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahr mit 666 Transaktionen nahezu unverändert blieben, stieg der durchschnittliche Kaufpreis pro Quadratmeter wertrelevante Geschossfläche bei Mehrfamilienhäusern von 1.963 Euro pro Quadratmeter auf 2.160 Euro pro Quadratmeter. Bei Wohn- und Geschäftshäusern kam es dagegen zu einem leichten Rückgang von 1.851 Euro pro Quadratmeter auf 1.767 Euro pro Quadratmeter. Die Preisunterschiede werden unter anderem damit erklärt, dass Banken Liegenschaften insbesondere bei einem Gewerbeanteil ab circa 30 Prozent als deutlich risikobehafteter bewerteten als reine Wohngebäude.

Das höchste Preisniveau bei Mehrfamilienhäusern sei in Charlottenburg-Wilmersdorf mit 4.384 Euro pro Quadratmeter registriert worden, gefolgt von Lichtenberg mit 3.111 Euro pro Quadratmeter und Pankow mit 2.529 Euro pro Quadratmeter. Bei den Wohn- und Geschäftshäusern waren die durchschnittlichen Preise mit 2.229 Euro pro Quadratmeter am höchsten, danach folgten Pankow mit 2.033 Euro pro Quadratmeter und Marzahn-Hellersdorf mit 2.020 Euro pro Quadratmeter.

Die Kaufpreisfaktoren erwiesen sich 2025 als stabil. Während der Multiplikator der Jahresnettokaltmiete bei Mehrfamilienhäusern mit durchschnittlich 23,4 leicht unterhalb seines Vorjahreswertes lag, blieb der Faktor für Wohn- und Geschäftshäuser mit 21,8 unverändert. Philip Hetzer, Geschäftsführender Gesellschafter von DAHLER Invest, resümierte die Marktentwicklung: „Wohnen schlägt weiterhin Gewerbe und bleibt auch 2025 eine der beliebtesten Anlageklassen für viele private und semiprofessionelle Investoren. Die Nutzungsart hat sich auch in Krisenzeiten als langfristig beständiges Investment mit stabil planbaren Cashflows erwiesen.“

Vincent Papke, ebenfalls Geschäftsführender Gesellschafter von DAHLER Invest, sagte mit Blick auf das Verhalten der Investoren am Berliner Mehrfamilienhausmarkt, aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Lage hätten viele Marktteilnehmer, allen voran Family Offices, ihre Anlagestrategien angepasst, wobei Risikodiversifizierung und -minimierung im Vordergrund stünden. Daraus resultierten entsprechende Veränderungen der Suchprofile und des Investitionsverhaltens. „Lagen die gesuchten Losgrößen in den Vorjahren mehrheitlich noch bei rund fünf Millionen

Euro pro Objekt, wurden 2025 vor allem Liegenschaften im Bereich von zweieinhalb bis drei Millionen Euro gesucht. Die Budgets sind dabei konstant geblieben, jedoch haben Investoren im Rahmen ihrer Risikodiversifizierungsstrategie lieber zwei Objekte für je 2,5 Millionen Euro als eines für 5,0 Mio. Euro erworben“, so Papke.

Zum Ausblick auf das Jahr 2026 sagte Hetzer, die Preiswende am Berliner Zinshausmarkt sei 2025 wie erwartet eingeläutet worden – getragen von einer anhaltend hohen Wohnraumnachfrage, steigenden Mieten, unzureichenden Fertigstellungszahlen und einem stabilisierten Zinsniveau. „Wir gehen davon aus, dass sich diese Entwicklung 2026 fortsetzen wird. Nach wie vor bietet der Berliner Markt attraktive Einstiegschancen für langfristig orientierte Investoren. Vor allem vermögende Privatinvestoren, Aufteiler und Family Offices werden das Marktgeschehen auch in diesem Jahr prägen“, so seine Prognose.

„Dies deckt sich mit unseren eigenen Einschätzungen. Die spezifischen Eigenschaften der Assetklasse Wohnimmobilien und die aktuelle Marktsituation in den deutschen Metropolen und deren Umland bieten weiterhin attraktive Investmentchancen“, sagt Jacopo Mingazzini, Vorstand von The Grounds.