Aktuelle Marktstudie: Berliner Umland bei Immobilienkäufern stark gefragt

Der Berliner Speckgürtel ist für Immobilienkäufer längst kein Geheimtipp mehr, sondern etabliert sich immer mehr als Teil des Immobilienmarktes in der Metropolregion Berlin-Brandenburg. Das geht aus einer aktuellen Marktstudie des Unternehmens McMakler hervor, in welcher die Wohnimmobilienmärkte der Top-7-Städte in Deutschland und ihres jeweiligen Umlandes miteinander verglichen wurden. Im Rahmen einer Markt- und Angebotsanalyse untersuchten die Analysten des Unternehmens, wie stark die Konkurrenz von Kaufinteressenten in den sieben größten Städten Deutschlands und deren Speckgürteln ist und welche Preisunterschiede dort jeweils bestehen. Hintergrund der Analyse war die Beobachtung, dass Kaufinteressenten angesichts der Preisanstiege und des knappen Angebots in den großen Metropolen zunehmend auf deren Speckgürtel ausweichen.

Dabei zeigte sich, dass in Berlin die Zahlen der Interessenten für eine zum Verkauf stehende Wohnimmobilien im Stadtgebiet und im Speckgürtel annähernd gleich hoch sind: Für ein entsprechendes Angebot im Stadtgebiet interessieren sich durchschnittlich 64 potenzielle Käufer, im Speckgürtel sind es im Schnitt 65. In München, Düsseldorf und Köln liegt die Zahl der Interessenten für Angebote im Speckgürtel bereits deutlich höher als bei Angeboten in der Innenstadt, während in Hamburg, Stuttgart und Frankfurt am Main Angebote im Umland jeweils auf weniger Interesse trafen als Offerten aus dem Stadtgebiet.

In allen sieben Metropolen besteht jedoch nach wie vor ein signifikantes Preisgefälle zwischen Stadtgebiet und Umland. Am ausgeprägtesten ist dieses in Hamburg, wo Käufer im Umland durchschnittlich 33 Prozent weniger zahlen müssen als in der Hansestadt selbst. Mit 14 Prozent ist der entsprechende Preisunterschied in Stuttgart am geringsten ausgeprägt. Berlin liegt mit 26 Prozent im mittleren Bereich.

„Die Attraktivität des Berliner Speckgürtels hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen, während das Angebot an Wohnungen in Berlin immer knapper wurde. Es ist daher kein Wunder, dass Wohnungen und Häuser im Umland mittlerweile auf dasselbe Interesse treffen wie in Berlin selbst“, sagt Jacopo Mingazzini, Vorstand von The Grounds. „Wenn sich die Entwicklung der letzten Jahre weiter fortsetzt und es in der Berliner Wohnungsbaupolitik nicht zu einer fundamentalen Trendwende kommt, müssen wir hier in absehbarer Zeit mit ähnlichen Verhältnissen rechnen wie beispielsweise in München, wo die Preis- und Angebotsentwicklung einen großen Teil der potenziellen Käufer von vornherein veranlasst, sich nur im Umland umzusehen.“

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