Wohnimmobilieninvestments in Deutschland bleiben trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten attraktiv, besonders in Berlin und seinem Umland. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle Rendite-Risiko-Ranking 2026 der Lübke Kelber AG, das insgesamt 135 deutsche Städte hinsichtlich ihrer Marktattraktivität, Risiken und Renditepotenziale untersucht, und über das unter anderem der immobilienmanager, das Handelsblatt und Cash.online in der vergangenen Woche berichtet haben. Im Attraktivitätsranking belegt Berlin den dritten Platz hinter Leipzig und Potsdam. Das unterstreicht die hohe Attraktivität der Hauptstadtregion als Investitionsstandort für Wohnimmobilienanleger.
Grundlage der Analyse ist ein umfassendes Scoring-Modell, das sozioökonomische Faktoren, demografische Entwicklungen, Marktliquidität sowie Miet- und Kaufpreisentwicklungen bewertet. Ziel ist es, die Attraktivität eines Standortes und das damit verbundene Investmentrisiko möglichst realistisch abzubilden. Je höher der Score, desto geringer wird das Risiko eines Wohnimmobilieninvestments eingeschätzt. Neben den großen Metropolen schneiden dabei auch zahlreiche Städte der zweiten Reihe sowie Standorte im Umfeld der Metropolen besonders gut ab.
Das Ranking bekräftigt einmal mehr die hohe Stabilität des Wohnimmobilienmarktes in Berlin. Ein wesentlicher Grund dafür ist der weiterhin ausgeprägte Nachfrageüberhang nach Wohnraum. In Berlin liegt die Leerstandsquote bei lediglich 0,3 Prozent und damit deutlich unterhalb der Fluktuationsreserve von drei bis fünf Prozent. Gleichzeitig sorgt der stetige Einwohnerzuwachs für eine anhaltend hohe Wohnraumnachfrage, die aufgrund der unzureichenden Baufertigstellungszahlen den Druck auf den Markt weiter erhöht. Die Folge: steigende Mieten und stabile Investmentbedingungen.
Auch das Berliner Umland profitiert von diesen Entwicklungen. Städte im Umfeld der Hauptstadt wie Potsdam, Teltow, Königs Wusterhausen, Nauen oder Bernau gewinnen zunehmend an Bedeutung, da steigende Wohnkosten und ein begrenztes Angebot in der Metropole viele Haushalte in die umliegenden Regionen ausweichen lassen. Diese Binnenwanderung zählt laut Studie zu den wichtigsten aktuellen Trends auf dem deutschen Wohnungsmarkt. Besonders Standorte mit schneller Verkehrsanbindung und einer guten sozialen Infrastruktur entwickeln sich daher zunehmend zu attraktiven Investmentmärkten.
Ein besonders dynamischer Markt bleibt zudem Leipzig. Die sächsische Metropole belegt erneut den ersten Platz im aktuellen Ranking und gilt damit als attraktivster Wohnimmobilienstandort Deutschlands. Dabei profitiert Leipzig von einer starken wirtschaftlichen Entwicklung, einem anhaltend hohen Bevölkerungswachstum sowie vergleichsweise moderaten Einstiegspreisen im Vergleich zu vielen westdeutschen Großstädten. Für Investoren ergibt sich daraus ein sehr günstiges Risiko-Rendite-Profil.
Insgesamt sieht die Analyse grundsätzlich weiterhin gute Perspektiven für den deutschen Wohnimmobilienmarkt. Trotz geopolitischer Unsicherheiten und eines anhaltend anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfelds gelten Wohnimmobilien als vergleichsweise stabile Anlageklasse. In vielen Städten liegen die erwarteten Renditen sogar über den risikoadjustierten Mindestrenditen – ein Signal für weiterhin attraktive Investitionsmöglichkeiten im Markt.
„Die Ergebnisse des Rendite-Risiko-Rankings bestätigen einmal mehr die herausgehobene Stellung Berlins und seines Umlands im deutschen Wohnimmobilienmarkt“, sagt Jacopo Mingazzini, Vorstand von The Grounds. „Gerade Städte im Berliner Speckgürtel profitieren von der hohen Nachfrage nach Wohnraum in der Hauptstadt und bieten gleichzeitig attraktive Perspektiven für Investoren und Selbstnutzer, aber auch für institutionelle Investoren und Projektentwickler.“