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Preise für Wohneigentum in Berlin steigen wieder, Mietdynamik flacht ab

Preise für Wohneigentum in Berlin steigen wieder, Mietdynamik flacht ab

Der Anstieg bei den Angebotsmieten in Berlin hat sich 2025 abgeschwächt, während die strukturelle Knappheit am Wohnungsmarkt bestehen bleibt. Insgesamt sendet dies ein stabilisierendes Signal für den Immobilienmarkt. Wie unter anderem die Berliner Morgenpost, die Berliner Zeitung sowie Thomas Daily und die Immobilien Zeitung in den vergangenen Tagen berichteten, zeigt der aktuelle Wohnmarktreport Berlin 2026 von CBRE und der Berlin Hyp, dass sich der Markt nach den starken Preissprüngen der Vorjahre zunehmend konsolidiert.

Im Detail verdeutlicht die Studie, dass die Angebotsmieten in Berlin weiterhin steigen, jedoch deutlich moderater als in den Jahren zuvor. Laut Marktüberblick lag der Median für Neuvermietungsangebote über alle Segmente 2025 bei rund 15,80 Euro pro Quadratmeter, was einem Anstieg von 0,1 Prozent zum Vorjahr entspricht. Für Wohnungen in Bestandsgebäuden wurde eine Erhöhung um 1,7 Prozent auf 14,90 €/m² konstatiert, für Wohnungen in Neubauten ein Rückgang um 3,0 Prozent auf 20,73 €/m².

Gleichzeitig zeigen sich zwischen den Bezirken weiterhin erhebliche Unterschiede: Das stärkste Wachstum konnte für Tempelhof-Schöneberg und Treptow-Köpenick festgestellt werden, mit einem Plus von jeweils 7,6 Prozent im Vergleich zu 2024. In Lichtenberg ging die Median-Angebotsmiete mit einem Minus von 11,8 Prozent hingegen am stärksten zurück.

Die nachlassende Dynamik ist vor allem darauf zurückzuführen, dass sich Angebot und Nachfrage auf einem weiterhin angespannten Niveau stabilisieren. Zwar nimmt die Preisspreizung zwischen den Marktsegmenten leicht ab, gleichzeitig bleibt der Druck auf dem Berliner Wohnungsmarkt hoch. Gründe hierfür sind vornehmlich das anhaltende Bevölkerungswachstum und die nach wie vor unzureichende Neubautätigkeit. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass politische Initiativen wie das „Schneller-bauen-Gesetz“ in Berlin oder der sogenannte „Bauturbo“ auf Bundesebene perspektivisch Impulse für mehr Wohnungsbau setzen könnten – auch wenn deren Wirkung erst mittelfristig zu erwarten ist.

Der aktuelle Wohnmarktreport zeigt auch bei Eigentumswohnungen eine Phase der Stabilisierung. Nach den Rückgängen infolge der Zinswende sind die Angebotspreise erstmals seit 2022 wieder leicht gestiegen. Über alle Segmente hinweg lag der Median bei 5.813 €/m² und damit 2,0 Prozent über dem Wert von 2024. Für Bestandswohnungen wurden 2025 im Schnitt 5.496 €/m² verzeichnet, während Neubauwohnungen ein Niveau von 8.198 €/m² erreichten.

Insgesamt deutet vieles darauf hin, dass die Anpassungen an das veränderte Zinsumfeld inzwischen weitgehend abgeschlossen sind. Berlin verzeichnet nicht zuletzt wegen der anhaltenden Angebotsknappheit im Mietsegment wieder eine steigende Nachfrage nach Wohneigentum. Perspektivisch dürfte die Kombination aus begrenztem Neubau, wachsender Bevölkerung und stabilisierten Finanzierungsbedingungen dazu führen, dass sich die Preise für Eigentumswohnungen mittel- bis langfristig weiter moderat erhöhen.

Für Investoren und Marktteilnehmer ergibt sich daraus ein differenziertes Bild: Während die Phase stark steigender Mieten vorerst beendet scheint, sorgen die weiterhin hohe Nachfrage und die strukturelle Angebotsknappheit für stabile Rahmenbedingungen. Gerade in Berlin und dem Berliner Umland bleiben Wohnimmobilien damit ein attraktives Investment, insbesondere in gut angebundenen Lagen und wachsenden Bezirken.

„Die Entwicklung zeigt, dass sich der Berliner Wohnungsmarkt zunehmend auf einem neuen Niveau stabilisiert. Die Kombination aus moderater Mietdynamik, steigenden Preisen bei Eigentumswohnungen und der anhaltend hohen Nachfrage spricht weiterhin für solide Investitionsbedingungen – insbesondere in einer wachsenden Metropole wie Berlin und ihrem Umland“, sagt Jacopo Mingazzini, Vorstand von The Grounds.