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Wohnwetterkarte zeigt deutliche Ausweitung des Berliner Umlandes

Wohnwetterkarte zeigt deutliche Ausweitung des Berliner Umlandes

Das geringe Wohnungsangebot und die hohen Mieten und Kaufpreise in den großen Metropolen Deutschlands motivieren Kauf- und Mietinteressenten zunehmend, nicht nur das engere Umland, sondern auch weiter entfernte Standorte mit guter Verkehrsanbindung in Betracht zu ziehen. Das zeigt die aktuelle Wohnwetterkarte des Projekt- und Gebietsentwicklers BPD (Bouwfonds Immobilienentwicklung) und des Analyseunternehmen bulwiengesa, die nun bereits im fünften Jahr in Folge veröffentlicht wurde. Basierend auf einer von beiden Unternehmen erstellten Analyse zur Situation des Wohnungsmarktes in Deutschland, stellt die Wohnwetterkarte Wohnungsmarkttrends und deren Veränderungen im Vergleich zu den Vorjahren anhand einer Farbskala dar, wie sie ähnlich auch bei meteorologischen Wetterkarten verwendet wird.

Die jüngste Ausgabe für das Jahr 2023 zeigt einige deutliche Veränderungen. So ist der Corona-Effekt, der in den vergangenen Jahren aufgrund der verstärkten Abwanderung in ländliche oder touristische Regionen – oft verbunden mit dem Wunsch nach mehr Wohnfläche – zu einer leichten Abkühlung in den Großstädten geführt hatte, kaum mehr nachweisbar. Stattdessen stimulieren die angespannten Großstadt-Wohnungsmärkte inzwischen offenbar immer stärker das Interesse an noch preisgünstigeren und gut angebundenen Lagen. Diese finden sich zum einen entlang großer Verkehrsachsen zwischen Metropolen, zum anderen weitet sich der Bereich des Umlandes, der bei der Wohnungssuche infrage kommt, zunehmend aus. Besonders deutlich ist diese Entwicklung rund um Berlin sichtbar. Hier verweisen die Autoren der Wohnwetterkarte darauf, dass mittlerweile bereits die Linie Fehrbellin – Brandenburg – Bad Belzig zum Berliner Ballungsraum zähle, während im Südosten der Bundeshauptstadt der Raum Storkow – Fürstenwalde auf die Anziehungskraft der Tesla-Ansiedelung reagiere.

„Diese Analyseergebnisse decken sich mit unseren zahlreichen Beobachtungen vor Ort ebenso wie mit Äußerungen in Gesprächen mit Geschäftspartnern und potenziellen Kunden. Solange Berlin über die Autobahn, eine Bundesstraße, eine Regionalbahnlinie oder mit der S-Bahn schnell erreichbar ist, profitieren längst auch die Wohnungsmärkte weiter entfernter Städte und Gemeinden von einem signifikanten Nachfrageschub“, sagt Jacopo Mingazzini, Vorstand von The Grounds.