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empirica regio erwartet für 2026 weiter steigende Neubaupreise

empirica regio erwartet für 2026 weiter steigende Neubaupreise

Am deutschen Wohnimmobilienmarkt war von Oktober bis Dezember 2025 eine differenzierte Entwicklung zu beobachten. Das geht aus einer am 16. Januar 2026 veröffentlichten Mitteilung von empirica regio zum empirica Immobilienpreisindex für das vierte Quartal des Jahres 2025 hervor. Demnach stiegen die inserierten Preise für neu gebaute Ein- und Zweifamilienhäuser im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreswert um 0,4 Prozent, während gegenüber dem Vorquartal ein leichter Rückgang um 0,8 Prozent zu verzeichnen war. Für Neubau-Eigentumswohnungen weist der Index ein zum Vorquartal unverändert stabiles Niveau aus, während sich im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 2,6 Prozent ergab. Bei Bestandsobjekten zeigten sich gegenüber dem Vorquartal ebenfalls leichte Rückgänge, während der Vergleich mit den entsprechenden Vorjahreswerten Steigerungen um 1,9 Prozent bei Ein- und Zweifamilienhäusern beziehungsweise um 2,5 Prozent bei Eigentumswohnungen ergab.

Beim Vergleich der Kaufpreise für Eigentumswohnungen in den unterschiedlichen Regionen des Landes lag München mit 11.124 Euro pro Quadratmeter unangefochten an der Spitze, gefolgt von Stuttgart, Hamburg und Berlin mit 7.790, 7.865 beziehungsweise 7.582 Euro pro Quadratmeter. Bei den Mieten waren sowohl im Bestand als auch im Neubau weitere Preissteigerungen zu verzeichnen. Während sich die Neubau-Mieten gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent und zum Ende des Vorjahres um 4,0 Prozent erhöhten, stiegen die Wohnungsmieten im Bestand um 0,9 Prozent beziehungsweise 4,4 Prozent.

Für 2026 gehen die Experten von empirica davon aus, dass die Preise für Neubauten tendenziell weiter steigen werden, und verweisen darauf, dass sie durch die Herstellungskosten nach unten abgesichert seien. Bei Bestandsimmobilien hänge die Preisentwicklung stark vom Bauzustand beziehungsweise von der Energieeffizienz ab. Je höher der Sanierungsbedarf, desto größer sei der Preisabschlag. Dabei bestünden weiterhin hohe Unsicherheiten im Hinblick auf künftige Vorschriften und Förderungen.

„Insgesamt bieten diese Entwicklungen weiterhin ein positives Umfeld für Kapitalanleger, sofern sie sich auf große Metropolen inklusive des jeweiligen Umlandes sowie auf Neubauten beziehungsweise sanierte, energieeffiziente Bestandsobjekte fokussieren“, sagt Jacopo Mingazzini, Vorstand von The Grounds. „Mit Blick auf eine eventuelle Entspannung der großstädtischen Mietwohnungsmärkte sollte vor allem der Hinweis von empirica nicht überhört werden, dass die Unsicherheit mit Blick auf die Wirtschaft die Beseitigung der Knappheit weiter bremse und der Neubau bisher nur vorsichtige Zeichen einer Erholung in Form steigender Baugenehmigungszahlen zeige. Klare und verlässliche Rahmenbedingungen für

Bauherren bleiben unverändert einer der wichtigsten Einflussfaktoren, wenn es um Impulse für den Wohnungsneubau geht.“