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Wohnimmobilienpreise steigen weiter – auch Berlin bleibt im Plus

Wohnimmobilienpreise steigen weiter – auch Berlin bleibt im Plus

Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland setzen ihren Aufwärtstrend fort. Im zweiten Quartal 2026 lagen sie nach dem aktuellen Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) um 1,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresquartals. Auch in den sieben größten deutschen Metropolen ging es weiter aufwärts: Hier verteuerten sich Wohnimmobilien im Durchschnitt um 2,1 Prozent. Berlin verzeichnete ebenfalls ein Plus und bestätigt damit die grundsätzlich stabile Entwicklung des Wohnimmobilienmarktes. Wie unter anderem die Tagesschau und die WELT in der vergangenen Woche berichteten, sorgt insbesondere der anhaltende Wohnungsmangel weiterhin für Aufwärtsdruck bei Preisen und Mieten.

Der vdp-Immobilienpreisindex basiert auf tatsächlich realisierten Transaktionen. In die zugrunde liegende Datenbank fließen quartalsweise Verkaufsfälle von mehr als 700 Kreditinstituten ein. Damit ermöglicht der Index eine differenzierte Betrachtung der Preisentwicklung in unterschiedlichen Immobiliensegmenten und Regionen.

Innerhalb des Wohnimmobilienmarktes zeigten sich im zweiten Quartal durchweg positive Preisentwicklungen. Am stärksten verteuerten sich Eigentumswohnungen, deren Preise gegenüber dem zweiten Quartal 2025 um 2,6 Prozent zunahmen. Eigenheime kosteten durchschnittlich 2,0 Prozent mehr, bei Mehrfamilienhäusern belief sich der Anstieg auf 1,6 Prozent. Auch gegenüber dem unmittelbaren Vorquartal legten alle drei Segmente zu. Insgesamt stiegen die Wohnimmobilienpreise zwischen dem ersten und zweiten Quartal 2026 um 0,3 Prozent.

Besonders relevant ist dabei die Entwicklung in den großen Ballungsräumen. Im Durchschnitt der Top-7-Städte Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart erhöhten sich die Wohnimmobilienpreise innerhalb eines Jahres um 2,1 Prozent und damit etwas stärker als im Bundesdurchschnitt. An der Spitze lag Hamburg mit einem Plus von 3,8 Prozent, gefolgt von Köln mit 2,5 Prozent sowie Frankfurt und Düsseldorf mit jeweils 2,4 Prozent. München erreichte einen Zuwachs von 2,3 Prozent. In Berlin stiegen die Preise für Wohnimmobilien im Vorjahresvergleich um 1,6 Prozent. Lediglich Stuttgart verzeichnete mit 0,7 Prozent einen geringeren Zuwachs.

Dass der Aufwärtstrend am Wohnimmobilienmarkt anhält, führt der vdp vor allem auf den weiterhin bestehenden Nachfrageüberhang zurück. Dieser zeigt sich auch bei den Neuvertragsmieten in Mehrfamilienhäusern. Deutschlandweit lagen diese im zweiten Quartal 2026 um 3,2 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Da die Mieten damit stärker stiegen als die Preise von Mehrfamilienhäusern, erhöhte sich auf Bundesebene zugleich die gemessene Rendite. In den Top-7-Städten fiel das Mietwachstum mit durchschnittlich 1,5 Prozent allerdings geringer aus. Berlin verzeichnete mit 0,6 Prozent den niedrigsten Anstieg unter den sieben Metropolen.

„Dass die Wohnimmobilienpreise trotz eines schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds weiter steigen, unterstreicht die Stabilität dieses Marktsegments. Auch für Berlin weisen die aktuellen Transaktionsdaten erneut ein Preisplus aus. Der anhaltende Nachfrageüberhang bei gleichzeitig viel zu geringer Neubautätigkeit spricht dafür, dass Wohnimmobilien in Berlin und dem Berliner Umland langfristig attraktive Perspektiven bieten“, sagt Jacopo Mingazzini, Vorstand von The Grounds. „Entscheidend ist nun, dass die angekündigten Erleichterungen für den Wohnungsbau schnell in der Praxis ankommen. Nur mit mehr Neubau und verlässlichen Rahmenbedingungen für private Investitionen lässt sich das strukturell zu geringe Wohnungsangebot nachhaltig verbessern.“