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WohnBarometer von ImmoScout24: Preise am Berliner Markt bleiben stabil, Mietdynamik flacht ab

WohnBarometer von ImmoScout24: Preise am Berliner Markt bleiben stabil, Mietdynamik flacht ab

Der Berliner Wohnimmobilienmarkt ist mit einer insgesamt robusten Tendenz in das Jahr 2026 gestartet. Das aktuelle WohnBarometer von ImmoScout24 zeigt, dass sich der Markt für Wohneigentum trotz wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheiten stabil hält und Berlin bei Bestandswohnungen sowie Einfamilienhäusern sogar zu den dynamischeren Metropolen in Deutschland zählt. Gleichzeitig hat sich der Druck auf den Mietwohnungsmarkt etwas verringert, da die Nachfrage bundesweit leicht zurückgeht und die Angebotsmieten vielerorts nur noch moderat steigen. Aufgegriffen wurden die aktuellen Zahlen in den vergangenen Tagen unter anderem von Cash.online, dem HANDELSBLATT und der WirtschaftsWoche.

Besonders interessant ist die Entwicklung auf dem Berliner Wohneigentumsmarkt. Bei Bestandswohnungen legten die Angebotspreise in Berlin im ersten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal um 1,1 Prozent zu. Im Jahresvergleich betrug das Plus sogar 5,4 Prozent. Im Neubausegment verharrten die Preise in Berlin gegenüber dem Vorquartal zwar auf dem bisherigen Niveau, bewegten sich mit 6.874 Euro pro Quadratmeter aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Auch bei Einfamilienhäusern zeigt sich Berlin widerstandsfähig: Im Bestand stiegen die Preise im Quartalsvergleich um 0,6 Prozent, im Neubau blieb das Preisniveau mit -0,2 Prozent nahezu unverändert.

Auf dem Mietwohnungsmarkt deutet sich derweil eine gewisse Entspannung an, ohne dass von einer grundsätzlichen Entwarnung gesprochen werden könnte. Bundesweit sank die Nachfrage nach Mietwohnungen im ersten Quartal 2026. Im Umland der Metropolen fiel das Minus mit 4,0 Prozent sogar etwas stärker aus als in den kreisfreien Städten und im ländlichen Raum mit jeweils -3,0 Prozent. In den Metropolen selbst zeigte sich dagegen eine leichte Belebung um 1,0 Prozent. Für Berlin ist vor allem bemerkenswert, dass sich das Mietwachstum im Bestand mit einem Quartalsplus von 0,6 Prozent und einem Jahresanstieg von 3,7 Prozent deutlich moderater darstellt als noch in früheren Phasen des starken Preisauftriebs. Im Neubau gaben die Angebotsmieten in Berlin gegenüber dem Vorquartal minimal um 0,1 Prozent nach und lagen zuletzt bei 20,98 Euro pro Quadratmeter.

Für Marktteilnehmer in Berlin und dem Berliner Umland lassen sich daraus zwei Schlüsse ziehen. Erstens spricht die Kombination aus stabilen beziehungsweise leicht steigenden Kaufpreisen und einer gleichzeitig nachlassenden Mietdynamik für eine fortschreitende Normalisierung des Marktes. Zweitens bleibt die Bundeshauptstadt im deutschlandweiten Vergleich ein ausgesprochen belastbarer Wohnstandort. Während viele Kaufinteressenten laut ImmoScout24 derzeit abwartend agieren, zeigt gerade Berlin bei Bestandswohnungen und Häusern weiterhin eine überdurchschnittliche Preisentwicklung. Das unterstreicht, dass die Hauptstadt und ihr Umland trotz aller Unsicherheiten ein Markt mit langfristig tragfähiger Nachfrage bleiben.

„Die aktuellen Zahlen von ImmoScout24 zeigen, dass sich der Berliner Wohnimmobilienmarkt insgesamt in einer Phase der Stabilisierung auf solidem Niveau befindet. Gerade für Berlin und das Berliner Umland ist das ein wichtiges Signal, denn hier trifft weiterhin eine strukturell hohe Nachfrage auf ein begrenztes Angebot. Aus unserer Sicht spricht vieles dafür, dass gut positionierte Wohnimmobilien in der Hauptstadtregion auch in den kommenden Quartalen gefragt bleiben“, sagt Jacopo Mingazzini, Vorstand von The Grounds.