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Studie zeigt: Wohneigentum steht bei jungen Menschen hoch im Kurs

Studie zeigt: Wohneigentum steht bei jungen Menschen hoch im Kurs

Trotz geopolitischer Krisen, wirtschaftlicher Unsicherheiten und wachsender Sorgen um die Altersvorsorge blickt die junge Generation in Deutschland überraschend optimistisch in die Zukunft. Das zeigt die aktuelle Studie „Generation Zuversicht“ des Instituts für Zukunftspolitik und des Verbands der Privaten Bausparkassen. Wie unter anderem AssCompact, der General-Anzeiger und boerse-express in den vergangenen Tagen berichtet haben, zählt insbesondere der anhaltend hohe Wunsch nach Wohneigentum zu den hervorstechendsten Ergebnissen der Untersuchung. Für die Immobilienwirtschaft ist dies eine positive Nachricht: Mehr als acht von zehn jungen Menschen möchten langfristig in den eigenen vier Wänden leben und verbinden damit vor allem Sicherheit, Unabhängigkeit und persönliche Gestaltungsfreiheit.

Die repräsentative Befragung von 1.001 Personen im Alter zwischen 16 und 24 Jahren zeichnet das Bild einer Generation, die sich den Herausforderungen ihrer Zeit bewusst ist, zugleich aber an die eigene Zukunft glaubt. 59 Prozent der Befragten blicken mit Zuversicht nach vorn, und 64 Prozent sind überzeugt, dass Leistung und Anstrengung zu einer besseren persönlichen Zukunft führen können. Besonders wichtig sind den jungen Menschen Familie, Lebensqualität, beruflicher Erfolg und finanzielle Sicherheit.

Für die Immobilienwirtschaft von besonderer Relevanz ist die hohe Bedeutung des Themas Wohnen. 82 Prozent der Befragten möchten künftig im Wohneigentum leben, während lediglich neun Prozent dauerhaft zur Miete wohnen wollen. Bemerkenswert ist dabei, dass finanzielle Motive nicht im Vordergrund stehen. Als wichtigste Gründe für den Wunsch nach Wohneigentum nennen die Befragten Unabhängigkeit, Sicherheit und Gestaltungsfreiheit. Aspekte wie Kapitalanlage oder Altersvorsorge folgen erst mit deutlichem Abstand. Wohneigentum wird damit vor allem als Bestandteil eines selbstbestimmten Lebensentwurfs verstanden.

Gleichzeitig macht die Studie deutlich, dass viele junge Menschen erhebliche Hürden auf dem Weg ins Eigentum sehen. Hohe Erwerbskosten und fehlendes Eigenkapital werden als zentrale Herausforderungen wahrgenommen. Hinzu kommt die Sorge vor finanzieller Unsicherheit im Alter. Zwei Drittel der Befragten befürchten, dass ihre spätere Rente oder ihre Rücklagen nicht ausreichen werden, um ihren Lebensstandard zu sichern. Vor diesem Hintergrund gewinnt Wohneigentum als Baustein der privaten Altersvorsorge zusätzlich an Bedeutung.

Interessant sind auch die Präferenzen hinsichtlich des künftigen Wohnortes. Während viele junge Menschen heute in größeren Städten leben, bevorzugt ein erheblicher Teil langfristig kleinere Städte und Gemeinden. Nur rund jeder Dritte kann sich vorstellen, dauerhaft in einer Metropole mit mehr als 500.000 Einwohnern zu wohnen. Diese Entwicklung könnte insbesondere für das Berliner Umland von Bedeutung sein. Bereits heute profitieren zahlreiche Gemeinden im Speckgürtel der Hauptstadt von einer anhaltend hohen Nachfrage nach Wohnraum. Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass dieser Trend auch in den kommenden Jahren anhalten könnte.

Darüber hinaus gehört bezahlbarer Wohnraum zu den wichtigsten politischen Prioritäten der jungen Generation. 94 Prozent der Befragten sehen hier Handlungsbedarf. Damit rangiert das Thema direkt hinter Bildung und noch vor zahlreichen anderen gesellschaftlichen Herausforderungen. Für Politik und Immobilienwirtschaft gleichermaßen ergibt sich daraus die Aufgabe, ausreichend Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig den Zugang zu Wohneigentum zu erleichtern.

„Die Studie zeigt eindrucksvoll, dass der Wunsch nach Wohneigentum bei jungen Menschen ungebrochen ist. Gerade in Berlin und dem Berliner Umland sehen wir, wie stark das Bedürfnis nach Sicherheit, Stabilität und langfristiger Perspektive ausgeprägt ist. Um dieses Potenzial zu nutzen, müssen die Rahmenbedingungen für die Eigentumsbildung verbessert und die Hürden beim Erwerb von Wohneigentum spürbar reduziert werden“, sagt Jacopo Mingazzini, Vorstand von The Grounds.